Reisevortrag


Hawai'i

Wo Feuer Land gebiert


Armer Hawai'i-Archipel. So oft mußte er herhalten, europäische Schönheitsphantasien zu beflügeln und westlichen Klischees zu entsprechen. Aber nichts für ungut. Die meisten dieser Klischees stimmen und werden durch die vorgefundene Realität oft genug noch weit übertroffen. Natürlich gibt es die langen weißen Sandstrände, an denen sich hunderte von Kokospalmen in Richtung Wasser neigen. Doch es gibt auch schwarze, schwarz-weiße, grüne, rosa und gelbe Strände. Und viel mehr als nur Palmen. Die Uppigkeit der Vegetation raubt oft nicht nur wegen der damit verbundenen hohen Luftfeuchtigkeit den Atem.
Auf Big Island erhebt sich der 4205 Meter hohe Vulkan Mauna Kea, auf dessen Gipfel sich die größte Ansammlung von Spiegelteleskopen der Welt findet. Seine Hänge bergen Wüsten ebenso wie den nassesten Fleck der Erde. Von ihnen stürzen sich Wasserfälle wenigstens in mehreren Stufen talwärts, wenn sie es nicht gleich im Hundert-Meter-Sturzflug tun. Die hawaiianischen Inseln wechseln oft ohne Vorwarnung von einem Extrem ins andere. Dabei bewegt man sich auf aktivem, wachsendem, dem neuesten Land der Welt.
Hawai'i ist Bilderflut - und Inbegriff von Sanftheit, was die Musik der Einwohner angeht. Hawai'i ist Intensität - von den entlegenen Stränden, an denen sich die Schildkröten zur Eiablage versammeln, bis zu Honolulus Wolkenkratzern.

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