Reisevortrag


Polens
 
preußische Vergangenheit



Polen – einer unserer Nachbarn. EU-Mitglied. Vieles scheint dafür zu sprechen, eher Bekanntes in der Nähe zu finden. Aber weit gefehlt – einerseits. Denn Polens Traditionen sind ebenso multikulturell wie widersprüchlich. Bis zu seiner zeitweisen Nichtexistenz auf der Landkarte. Es dürfte schwierig werden, bei niemand ins Fettnäpfchen zu treten, allein das Nennen von Ortsnamen in der „richtigen“ Sprache betreffend. Andererseits: Polens Vergangenheit ist preußisch – nicht flächendeckend, aber bis in weit mehr Winkel als zu erwarten sein könnte angesichts heutigem polnischen Spagat zwischen Identitätssuche bzw. Anpassungsbedürfnis. Zunächst auf dem Weg ins ehemalige Nord-Ostpreußen, das heute als Folge des 2. Weltkrieges russisch ist (und seit dem EU-Beitritt der baltischen Staaten eine ebensolche Enklave), entdeckte ich mit wachsender Überraschung und bei stetigem Staunen, wie viele deutsche, sprich: preußische Hinterlassenschaften im heutigen Polen zu finden sind. Westpreußisch, ostpreußisch – selbst diese Begriffe sind nicht vollständig und dauerhaft bestimmten geografischen Gebieten zuzuordnen. In diesem Reisevortrag geht es entsprechend um diese wechselvolle Geschichte – aus heutiger – und persönlicher Sicht. Wir unternehmen eine (unvollständige) Wanderung durch Polen ohne moralischen Zeigefinger, stattdessen aus dem Blickwinkel kommentierender Beobachtung. Staunen Sie mit mir über den Spannungsbogen von Bewusstheit bis Gelassenheit des heutigen Polen im Umgang mit „seinen“ preußischen Ursprüngen.

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