Reisevortrag



Karibik

Barbados – Grenada – Bonaire – Aruba – Cartagena - San Blas – Panama Kanal




Die Karibik gilt gemeinhin als eine Art Garten Eden, als Sehnsuchtsort wie die sogenannte Südsee. Vielen Europäern fällt möglicherweise nicht viel mehr zu ihr ein als Palmen, die sich an nicht enden wollenden Sandstränden gen Wasser neigen. Und fraglos bietet das tropische Meer und ihre Inseln dies in Hülle und Fülle an. Aber beginnt man erst einmal von Insel zu Insel zu hüpfen, wird schnell klar, dass darüber hinaus jede Insel so viel Eigenart besitzt, dass am Ende einer solchen Reise schwerlich von nur von dieser einer Sache berichtet werden kann. Barbados, ganz im Osten, gehört, so sagt man, noch gar nicht dazu, Grenada lebt von einem aberwitzigen Kulturen-Mix, vor allem von Nachfahren afrikanischen Sklaven gebildet, die heute auf etlichen Inseln die Hauptbevölkerungsgruppe ausmachen. Aber nach Kolumbus, dem wir ja die Entdeckung der Karibik zu verdanken haben (und nicht Amerikas, könnte man meinen…), kamen ja viel mehr Europäer und drücken den Inselwelten ihre sehr verschiedenen Stempel auf. Holländer, Briten, Iren, Spanier, Afrikaner, Inder… das Völkergemisch könnte nicht vielfältiger sein, nach dem das namensgebende Urvolk, die Kariben, in ein Paralleluniversum entschwunden zu sein scheinen. Und vergessen wir nicht: die Nordküste Südamerikas ist ebenso ein Teil der Karibik. Wie sehr es auch hier Kulturaustausch gab und gibt, zeigt ein Besuch in Kolumbiens Cartagena. Und über die Antillen-Inseln Bonaire und Aruba sind die San-Blas-Inseln wiederum eine Welt für sich. Die Kuna Yala leben hier autark, mit Smartphones und Plasmabildschirmen auf Inselchen, die in einer Minute „durchwandert“ sind. Und auch dies sei nicht vergessen: ein jedes Schiff, dass die entsprechende Größe nicht überschreitet, durchpflügt die Karibik um den Panama Kanal zu durchqueren, der die beiden Amerikas, an die die Karibik gleichberechtigt ihre Wasser spült, gleichzeitig trennt und vereint.

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