REISEVORTRAG


Mittelamerika
von Mexiko zum Panamakanal




Die beiden Amerikas hängen zusammen, irgendwie. Da ist eine schmale Landzunge, ein fragiles Stück Land. Es kann innerhalb eines Tages, ja einiger Stunden, durchquert werden, und doch birgt es eine Fülle an Leben sowie Grandiosität landschaftlichereits, dass nur Staunen und Schweigen, ehrfürchtiges Schweigen bleibt. Nicht umsonst nannte Columbus einen Teil davon „costa rica“, reiche Küste, die heute einem Teil Mittelamerika sogar zum Landesnamen gereicht. Und in selbigem versammeln sich gleich 5% der Biodiversität dieser Erde! Wie soll man das begreifen? Und: dieser Staat schaffte seine Armee ab, zugunsten von Bildungsförderungsprogrammen. Das eine scheint wohl das andere nach sich zu ziehen. Aber auch der Riesenbruder Mexiko im Norden hat es in sich: mit atemberaubender Kultur, einer vibrierenden Hauptstadt mit 30 Millionen Einwohnern – und einer Küstenstadt namens Acapulco, die mittlerweile zu den gefährlichsten Orten der Welt zählt. Welch aberwitziges Kontrastprogramm! Neben Guatemala, das von Erdbeben geschüttelt, einst das Verwaltungszentrum der spanischen Kolonien in Lateinamerika beherbergte, führt kurz vor Südamerika Panama mit seinem berühmten Kanal auch noch vor, wie sehr die Verbindung der Amerikas getrennt werden kann, nur um auf diese Weise – ganz neu – die komplette Welt erneut zu verknüpfen. Dieser Vortrag ist ein Kontraste-Highlight. Mittelamerika ist so klein wie gigantisch.

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