Südafrika + Namibia

Südafrika+Nambia

Das Land am südlichen Ende des afrikanischen Kontinents hatte Nelson Mandela, der die Apartheid vertrieb, der sagte, dass nichts im Leben schwarz oder weiß sei. Wie wunderbar. Aber es gibt ihn nicht mehr. Und inzwischen hat die Revolution auch ihre Kinder gefressen. Das Land versinkt in Armut und ANC-Korruption, mit galoppierender Kriminalität. Städte wie Durban oder Port Elizabeth werden auch von den Einheimischen (die es sich leisten können) selbst tagsüber nur noch per Taxi durchquert. Ich war zu Fuß unterwegs und wurde Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls. Menschlich also ist das Land der Düsternis anheimgefallen. Aber landschaftlich ist es unfassbar schön. Auch wenn die meisten Wildtiere nicht mehr wild, sondern in Reservaten leben – in denen Xhosa und Zulu, die größten indigenen Bevölkerungsgruppen, ihre Kultur nur noch vorführen, wenn Touristen kommen, tanzend mit dem Smartphone in der Hand den Facebook-Status aktualisierend. Da hilft die Flucht nach Namibia. Extrem dünn besiedelt, beginnt der Satz der Polynesier wieder zu stimmen: Wo der Mensch nicht ist, stimmt‘s. Ein kritischer – tierbildreicher - Vortrag zum südlichen Afrika.

Zurück