Reisevortrag


Rügen

Vergnügen


Genua

Das Titel-Wortspiel ist Programm! Deutschlands größte Insel wartet mit einer Vielzahl an Überraschungen auf, die den Rahmen einer Ostsee-Reise durchaus sprengen kann. Natürlich im positiven Sinne. Rund 1000 km² Land sind nicht genug, denn die Insel wird durchzogen von reihenweise Bodden und Wiecken, kleineren Buchten, die es, philosophisch betrachtet,  schwierig machen zu entscheiden, ob man auf Land oder Wasser wandelt. Da die Insel hauptsächlich aus Halbinseln besteht, bewegt man sich oft auf langen (und schmalen) Wegen von einem (lauschigen) Ort zum nächsten. Auf Rügen bewegt man sich eben nicht einfach von A nach B. Man pausiert mehr als dass man wandelt, entdeckt dabei neue Buchten und (Küsten-) Landschaften, die so vielgestaltig sind wie ein ganzes Land. Es gilt – unter vielem anderen - zu entdecken: absurde Vorkriegs-Überbleibsel (wie in Prora), (wieder) mondäne Seebäder (wie Binz oder Sellin), UNESCO-Weltnaturerbe (wie die Buchenwälder auf dem Jasmund und die Kreidefelsen), das Kap Arkona mit geradezu inflationärem Türme-Reichtum. Aber da sind auch scheinbar namenlose weite Kornfeldlandschaften, enge Alleen-Straßen, die allein beschauliches Vorankommen fördern, kleine und kleinste Dörfer, in denen teils der DDR-Charme des Morbiden auf ewig weiter zu leben scheint.
Gleichwohl drängen sich von Rügen aus gleich zwei Ausnahmen auf, die es zusätzlich in Augenschein zu nehmen lohnt: die benachbarte und über etliche Fährverbindungen leicht erreichbare Insel Hiddensee mit ihrer Künstlerkolonie Kloster und dem Palucca-Grab – und ein Besuch in der Hanse-Stadt Stralsund, wofür die Überquerung der gigantischen Rügendamm-Brücke ebenso ein Zusatzhighlight darstellt.

Auf Rügen ist das Meer nirgends weiter als 6 km entfernt. Aber das Inselgefühl wird gleichzeitig regelmäßig durchbrochen. Fahren Sie mit dem 30 km/h schnellen „Rasenden Roland“. Der führt Sie in das Mysterium Rügen ein. In das einzigartige flachwässrig-tiefwäldrige Rügen-Vergnügen.
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