Reisevortrag


Santorin

Griechenlands Tanz auf dem Vulkan

Chile - Atacama

Ist Santorin Atlantis? Oder liegt diese sagenumwobene Stadt doch in einem anderen Universum? Wohl klar ist, dass sich hier um 1600 vor Christus einer der gewaltigsten vulkanischen Eruptionen ereignet hat und das Leben in Europa nachhaltig beeinflusst haben muss. Der Betrachter, an einer der Kraterkanten stehend, kann eine Phantasie davon bekommen, denn was von damals übrig ist, ist gewaltig. Der Archipel hat einen Durchmesser von 17 Kilometern. Und als wollten die heutigen griechischen Bewohner die Natur zum Kampfe herausfordern – oder wenigstens ein wenig provozieren – bauen sie ihre Häuser nicht etwas nur aufs flache Land, sondern an das Innere der alten Bimsstein-Kraterwand, mit Zuwachs nach unten, Richtung Caldera.
Solange dies von den Göttern der Antike – so noch in Reichweite – geduldet wird, hat der Fotograf aber gerade daran seine wahre Freude. Denn auf Santorin jagt ein Motiv das folgende! Gut zu Fuß muss man aber sein, denn es geht treppauf, treppab, ist eng, kurvenreich und oft mit tierischem Gegenverkehr. Denn Esel sind für diese Infrastruktur nach wie vor geeignete Transportmittel. Aber auch kleinere, süßere Vierbeiner kreuzen so oft den Weg, dass sie zu Motivelementen werden, ob man will oder nicht. Ich wollte! Dieser Reisevortrag bietet eine grandiose Landschaft an, schroff und gleichzeitig einladend, uralt und gleichzeitig äußerst lebendig, dazu Kontraste von Kitsch bis Kunst – und Abendfarben, die so unbeschreiblich sind, dass man diesen Vortrag gesehen haben muss, um zu glauben: vielleicht lag hier doch Atlantis…

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